NTB und Aartalbahn in der Presse

08.03.2010 - Frankfurter Rundschau: Nassauische Touristik-Bahn - Alle wollen die Brücke wieder

 

Von Michael Grabenströer



Der politische Druck wächst, die Brücke über die Flachstraße in Dotzheim rasch wieder herzurichten - ja, ganz neu zu bauen. Denn das ist die Voraussetzung, dass die Nassauische Touristik-Bahn wieder regelmäßig fahren kann. Die Brücke war bei einem Lastwagen-Unfall Ende 2009 stark beschädigt worden. Seither ist die Touristik-Bahn im Dotzheimer Bahnhof eingesperrt. Die Klärung der Schadensersatzfrage mit den Versicherungen gilt noch als offen.

"Wenn die Brücke erst nach dem Sommer kommt, war´s das für die Nassauische Touristik-Bahn", sagte der Grüne Harald Kuntze im Dotzheimer Ortsbeirat. Er deutete damit das Aus für den rührigen Verein an, der unter anderem Dampflokfahrten anbietet.


Kuntze setzte sich für den Neubau der Brücke über der Flachstraße ein, die dann aber auf eine Durchfahrtshöhe von vier Metern ausgelegt werden müsse. Rund 200.000 Euro, hieß es im Ortsbeirat, würde die neue Brücke kosten. Ziel müsse es sein, so beschloss der Ortsbeirat, die Brücke bis zum Frühsommer wieder zu errichten.

Auch der Ausschuss für Planung und Verkehr der Stadt Wiesbaden hat sich über alle Parteien hinweg mit breiter Mehrheit für eine "neue Brücke mit erhöhter Durchfahrtshöhe über der Flachstraße" ausgesprochen. "Endlich kommen wir bei der Wiederaufnahme des Touristikbetriebes auf der Aartalbahnstrecke ein Stück voran", lobte Claus-Peter Große, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Rathausfraktion, die breite Zustimmung zum Koalitionsantrag. Der Magistrat wurde darin beauftragt, die Beteiligten an einen Tisch zu bringen.

In dem Antrag, der im Stadtparlament morgen nur durchgewunken werden soll, ist auch der Wille zur generellen Reaktivierung der Aartal-Bahn für den Personennahverkehr festgehalten. Nur der in der Koalition mitregierenden FDP passt das nicht. Sie spricht sich aber dafür aus, die Touristik-Bahn wieder auf die Strecke zu schicken.

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07.03.2010 - Frankfurter Rundschau: Sorge um Touristikbahn


Von Michael Grabenströer

Über das Los der Nassauischen Touristikbahn (NTB) und den Neubau der Eisenbahnbrücke über die Flachstraße debattierte jüngst der Ortsbeirat in Dotzheim. Denn als Ende November erneut ein Lastwagen die Brücke in dem Wiesbadener Stadtteil beschädigte, war es aus: Die Brücke auf der Strecke der Nassauischen Touristikbahn gilt seither als irreparabel beschädigt und muss erneuert werden. Die Folge: Die NTB kann nicht mehr fahren, die beliebten Nikolausfahrten fielen aus, der Einnahmeverlust für den Verein, der die Bahn mit den alten Lokomotiven in der Spur hält, ist hoch. Doch vor der Erneuerung der Brücke, soll es erst ein Gutachten geben und ein Konzept müsse vorlegt werden, beschloss die Stadt Wiesbaden.

Zu langwierig sei das, kommentierte der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Rathausfraktion, Dennis Volk-Borowski. Die Befürchtung des Sozialdemokraten: Die beliebte Touristikbahn könnte nach dem neuerlichen Lastwagenunfall auf der Strecke bleiben.


"Wer erst verschiedene Gutachten abwarten und ein neues Konzept entwickeln will, der muss sich im Klaren darüber sein, dass er damit das Aus für die Nassauische Touristikbahn herbeiführt", sagte Harald Kuntze, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Dotzheimer Ortsbeirat bei der jüngsten Sitzung.

Der Ortsbeirat forderte deshalb den unverzüglichen Beginn des Neubaus der Brücke. Dazu müsse auch geprüft werden, ob es eine totales Durchfahrtverbot für Lastwagen geben kann. Denn die kollidieren immer wieder mit der Brücke. Unfälle mit Lastwagen führten schon 2008 zu einem Ausfall der Bahnfahrten.

Geld reicht nicht mehr lange

"Lange", bestätigt Marcus Giebeler, vom Verein der Museumsbahn, "können wir die Durststrecke nicht durchstehen." Mitte des kommenden Jahres könnte dem Verein, wenn bis dann nicht gefahren werden kann, das letzte Geld ausgehen.

Volk-Borowski befürchtet, dass es "ganz eng für die Nassauische Touristikbahn wird". Nun müsse die Stadt einspringen und Gespräche auch zur Rettung der Bahn führen. Denn der Verein, das wissen sie in Dotzheim, hat mit viel Einsatz und großem Engagement alte Züge restauriert und Bahngebäude renoviert. Schließlich ist dieses Teilstück der Aartalstrecke das längste Denkmal Hessens.

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06.02.2010 - Wiesbadener Kurier: Touristische Nutzung ist das mindeste

AARTALBAHN Verkehrsausschuss will als ersten Schritt die Eisenbahnbrücke über die Flachstraße neu bauen

(jeo). Das Machbare in kleinen Schritten sichern, um die große Vision aufrechterhalten zu können. Ob die Aartalbahn jemals wieder als öffentliches Nahverkehrsmittel dienen wird, steht in den Sternen. Aber mit den Stimmen der Koalition und der SPD möchte der Ausschuss für Planung, Bau- und Verkehr zumindest die touristische Nutzung der Strecke gewährleisten. "Damit die Gleisanlage in Schuss gehalten wird und uns dadurch alle Optionen erhalten bleiben", begründete der Ausschussvorsitzende Hans-Peter Kessler (CDU) den Antrag der Jamaika-Koalition.

Als ersten Schritt in diese Richtung ist der Magistrat beauftragt, mit Eswe-Verkehr einen Neubau der Eisenbahnbrücke Flachstraße mit höherer Durchfahrtshöhe umgehend vorzusehen, deren Finanzierung darzulegen sowie die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn aufzunehmen. Ungeklärt ist die Höhe der Summe, die vom Versicherer des Schadensverursachers zu erwarten ist. "Ist die Brücke wieder befahrbar, sollte auch die wirtschaftliche Zukunft des Vereins Nassauische Touristikbahn (NTB) auf sicheren Füßen stehen", sagte Kessler. Natürlich müsse sich vor dem Hintergrund der Ergebnisse der vierten Aartalbahnkonferenz im vergangenen November auch der Rheingau-Taunus-Kreis, als Partner mit im Boot, mehr ins Zeug legen. "Er fordert, bringt sich aber nur eher symbolisch ein", kritisierte Kessler. Begrüßen würde der Verkehrsauschuss beispielsweise, wenn der Kreis die Aartalbahnbrücke über die Magistrale der Bundesstraße 54 in Taunusstein ankaufen würde. Diese Maßnahme würde NTB von einem großen Kostenblock befreien.

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05.02.2010 - Wiesbadener Tagblatt: "Kreis soll nicht nur fordern"

Von Joachim Atzbach

AARTALBAHN Koalition und SPD votieren im Verkehrsausschuss für raschen Brückenneubau

Das Machbare in kleinen Schritten sichern, um die große Vision aufrechterhalten zu können, lautet die Konsensmeinung. Ob die Aartalbahn jemals wieder als öffentliches Nahverkehrsmittel dienen wird, steht in den Sternen. Aber mit den Stimmen der Koalition und der SPD möchte der Ausschuss für Planung, Bau- und Verkehr zumindest die touristische Nutzung der Strecke gewährleistet sehen. "Damit die Gleisanlage in Schuss gehalten wird und uns dadurch alle Optionen erhalten bleiben", begründete der Ausschussvorsitzende Hans-Peter Kessler (CDU) den Antrag der Jamaika-Koalition.

Als ersten Schritt in diese Richtung ist der Magistrat nun beauftragt, zusammen mit ESWE Verkehr einen Neubau der Eisenbahnbrücke Flachstraße mit höherer Durchfahrtshöhe umgehend vorzusehen, deren Finanzierung darzulegen sowie die notwendigen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn aufzunehmen. Ungeklärt ist in diesem Zusammenhang noch die Höhe der Summe, die vom Versicherer des Schadensverursachers zu erwarten ist. "Ist erst einmal die Brücke wieder befahrbar, sollte damit auch die wirtschaftliche Zukunft des Vereins Nassauische Touristikbahn (NTB) auf sicheren Füßen stehen", sagte Kessler.

Natürlich müsse sich vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Aartalbahnkonferenz im vergangenen November auch der Rheingau-Taunus-Kreis als Partner mit im Boot mehr ins Zeug legen. "Er fordert, bringt sich aber nur eher symbolisch ein", kritisierte Kessler. Begrüßen würde der Verkehrsausschuss beispielsweise wenn der Kreis die Aartalbahnbrücke über die Magistrale der Bundesstraße 54 in Taunusstein ankaufen würde. Diese Maßnahme würde NTB von einem gewichtigen Kostenblock befreien.

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03.02.2010 - Wiesbadener Kurier: Bild-Archiv von der Aartalbahn

ZEITGESCHICHTE 300 Aufnahmen auf drei CDs von einer der schönsten Strecken Deutschlands

(joh). In fünf Jahren werden auf der Aartalstrecke zum ersten Mal nach 28 Jahren Pause wieder regelmäßig Züge rollen, zumindest im nördlichen Teil der Strecke, von Diez nach Zollhaus. Ob die Strecke auch im hessischen Teil wieder reaktiviert wird, steht in den Sternen. 2009 war jedenfalls kein gutes Jahr für die Aartalbahn. Das Gutachten zur Reaktivierung fiel negativ aus, zwei Brücken wurden durch Lastwagen irreparabel beschädigt. Die Zukunft der Nassauischen Touristikbahn, die die Strecke seit 1985 vor dem Vergessen bewahrt hat, steht in den Sternen.

Seit 1979 dokumentiert

Dass die 54 Kilometer lange Bahnstrecke eine der schönsten und beliebtesten ist, zeigen jetzt 300 Aufnahmen, die der Wiesbadener Fotograf Joachim Seyferth auf drei CDs veröffentlich hat. Seyferth, der bereits wunderschöne Fotobände über die Strecke, aber auch über die Lahntal- und die beiden Rheinstrecken herausgebracht hat, hat sein Foto-Archiv digitalisiert und die besten 300 Aufnahmen als Jpeg-Dateien auf CD veröffentlicht.

Seit 1979 beschäftigt sich Seyferth, der für kurze Zeit auch Fahrdienstleiter am Haltepunkt Waldstraße in Wiesbaden war, mit der Bahnstrecke, die 1987 zum Kulturdenkmal ernannt, und so vor dem Abriss bewahrt wurde. Seine Aufnahmen zeigen alte Schienenbusse, Dampfloks, Landschaften Bauwerke, Menschen, aber auch liebevolle Details wie alte Stellwerke, überwachsene Gleise oder Empfangsgebäude. Einen besseren Eindruck als durch diese Fotografien kann man von dieser besonderen Schienenstrecke wohl kaum bekommen.

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03.02.2010 Meldung Der Rathausfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen: Ausschuss spricht sich für raschen Brückenneubau auf der Aartalbahnstrecke aus!


„Endlich kommen wir bei der Wiederaufnahme des Touristikbetriebs auf der Aartalbahnstrecke ein Stück voran,“ freut sich Claus-Peter Große, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Rathausfraktion, über die breite Zustimmung zum Koalitions-Antrag zur Aartalbahn im gestrigen Ausschuss für Planung und Verkehr.

So beschloss der Ausschuss geschlossen, dass das Ziel des zu erarbeitenden Sanierungskonzeptes die Wiederaufnahme des touristischen Verkehrs noch im Jahr 2010 ist. „Und dass jedes touristische Konzept als erstes eine neue Brücke mit erhöhter Durchfahrtshöhe über der Flachstraße erfordert, darüber waren sich ebenfalls alle Ausschussmitglieder einig. Der Magistrat wurde somit beauftragt, die Beteiligten (unter anderem ESWE Verkehr, Rheingau-Taunus-Kreis (RTK) und DB AG) an einen Tisch zu holen und eine Finanzierung zu finden,“ berichtet Claus-Peter Große.

„Wir Grüne sind hocherfreut, dass gestern darüber hinaus bei fast allen Fraktionen (mit Ausnahme der FDP) der Wille zur Reaktivierung der Aartalbahn erneut im Beschluss festgehalten wurde“ sagt Claus-Peter Große. „Es gibt genug Beispiele anderer Kommunen, wie zum Beispiel auf der Schwäbischen Alb, auf deren Strecken im ländlichen Raum mit Schienenbussen ein erfolgreicher Wander- und Radtouristikverkehr etabliert wurde. Das würde in Wiesbaden nicht nur den Wochenendverkehr auf den Straßen in den Taunus entlasten, sondern einen Impuls für den Tourismus im Taunus darstellen. Dies käme auch den Besuchern von Wiesbaden zugute“, so Claus-Peter Große. Aber klar ist für ihn auch: „Zunächst geht für uns das touristische „Brücken“-konzept vor.

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17.07.2008 -Wiesbadener Tagblatt: Akteure setzen auf Zuschüsse

mg. Die FDP-Fraktion in der Taunussteiner Stadtverordnetenversammlung befürchtet, "dass die Nassauische Touristikbahn so langsam zum Fass ohne Boden wird". Fraktionschef Helge Nicolai erinnert an etliche schlechte Nachrichten, die die NTB schon verkünden musste: Etwa der Brückenschaden an der Flachstraße in Wiesbaden, der die Bahn seit einem Jahr zum Stillstand zwingt und ihr damit Einnahmenverluste beschert. Dazu die Meldungen über defekte Weichen in Hohenstein und im Bahnhof Hahn. "Und ganz nebenbei wird jetzt verkündet, dass in 2009 eine Hauptuntersuchung für eine Lok anfällt, die zwischen 100 000 und 200 000 Euro verschlingen wird", so Nicolai in seiner Pressemitteilung weiter. Bei allem bauten die Akteure der Touristikbahn offenbar auf Zuschüsse aus den klammen Kommunalhaushalten von Wiesbaden, dem Kreis und den angrenzenden Gemeinden. "Aber wer kein Geld übrig hat wie zum Beispiel der Rheingau-Taunus-Kreis, sollte sich hüten, große Erwartungen bei der NTB zu wecken", warnt die Taunussteiner FDP ausdrücklich. Bei allem Wohlwollen müssten sich die Politiker doch fragen lassen, so Nicolai, "ob man den Bürgern zumuten kann, die Steuereinnahmen für ein solch kostentreibendes Spaßunternehmen aufzuwenden, solange wichtige Pflichtaufgaben wegen Geldmangel zurückgestellt werden".





17.07.2008 - Wiesbadener Tageblatt: Wo nur noch die Friteuse dampft

Von Christopher Schäfer

Auf der Eisernen Hand fahren derzeit keine Züge mehr / Waldgeist lockt Ausflügler

Während manche Bahnhöfe in der Blüte ihres Lebens stehen, stehen andere still. Wir stellen die komplette Bandbreite von Stationen in unserer Region vor. Heute: Der Aartalbahn-Haltepunkt Eiserne Hand.

Überwucherte Gleise, eine Trasse, der von beiden Seiten droht, von Ästen überwachsen zu werden: Schwer vorstellbar, dass auf der Eisernen Hand letztes Jahr von Zeit zu Zeit eine Dampflok hochschnaufte. Jetzt dampfen hier nur noch die Friteusen. Im letzten Herbst eröffnete Christoph Hahl im abgeschieden gelegenen Bahnhof sein XXXXXL-Restaurant Waldgeist auf 420 Metern Höhe. Seitdem haben hier kräftige Männer Wiener Schnitzel vertilgt, die so groß waren wie Familienpizzen. Und Cola aus Zwei-Litern-Kübeln haben sie auch getrunken. Züge dagegen seien an den großen Fenstern seiner Restauranthalle keine vorbeigefahren. Nur eine einzige Test-Lok. "Schade", findet das Hahl, zumal bei dem derzeitigen Bombenwetter. "Zu einem Bahnhof gehören doch auch Züge." Die Nassauische Touristik-Bahn weiß derzeit nicht, wann sie die Strecke zwischen Dotzheim und Bad Schwalbach wieder in Betrieb nehmen kann. Ziel für dieses Jahr ist es, wenigstens noch bis auf die Eiserne Hand zu fahren. Unklar bleibt aber, wer die kaputten Weichen reparieren soll. Sehr zu Hahls Leidwesen, ist doch jeder Fahrgast ein potenzieller Schnitzelesser. Kein Wunder, dass sich der Waldgeist-Restaurantleiter nach dem ersten Pfiff aus der Schaffnerpfeife sehnt: "Das wäre das I-Tüpfelchen", sagt Hahl. Zwar erklimmen seine Gäste mit dem Auto die Eiserne Hand, manchmal kommen sie auch mit Reisebussen. Dennoch schweben dem umtriebigen Gastronomen Erlebnistouren mit der Bahn vor. Die Aartalbahn spuckt die Teilnehmer eines Betriebsausflugs vor seiner Tür aus, lässt ihnen drei Stunden Zeit, sich im XXL-Format auf großen Stühlen mit großen Portionen satt zu essen und bringt sie anschließend wieder zurück in die Stadt. Auch die Betreiber der Bahn sind äußerst aufgeschlossen gegenüber dieser Idee: "Die Eiserne Hand wird unser Hauptausflugsziel sein", kündigt Gregor Deninger von der Nassauischen Touristik-Bahn an. Doch dazu müsste sie erst einmal wieder Fahrt aufnehmen, die Aartalbahn. 1889 wurde der Bahnhof Eiserne Hand in Betrieb genommen, mit in der Planung war seit jeher eine Gaststätte mit Station hohen Fenstern. Der Gebirgskamm erlangte große Beliebtheit als Ausflugsziel nicht nur bei den Wiesbadenern: "Durchgehende Züge ab Mainz brachten damals Wanderer und Erholungssuchende in Scharen", sagt Gregor Deninger. Als 1965 die Strecke nach Mainz nicht mehr befahren wurde, lohnte sich die Gastronomie mangels Besucher aber immer weniger. Die Pächter der Kneipe wechselten in kurzen Abständen. Seine Stunde Null erlebte die leer stehende und verwitterte Bahnhofshalle schließlich in der Nacht zum 13. Oktober 2004. Das Gebäude brannte damals teils bis auf die Grundmauern nieder. Fast vier Jahre später glänzen die lackierten Dachziegel im Sonnenschein, das Gebäude wurde von Grund auf saniert, teils neu gebaut. Ein Stückchen alter Wartesaal steckt noch immer an vielen Stellen im XXL-Restaurant. Dachbalken, die den Brand überlebt haben, sind mit neuen, helleren kombiniert. Der große Gastraum, hoch wie lang, erinnert an den Wartesaal. "Wir haben versucht, den Bahnhofs-Charakter möglichst zu erhalten", erklärt Hahl. Viel Holz sei deshalb bei der Inneneinrichtung verbaut worden. Bald soll auch die Original-Bahnhofsuhr wieder an ihren Platz kommen, sie wurde aus den Trümmern der Brandruine gezogen. "Wir arbeiten sie derzeit mit größter Sorgfalt wieder auf", sagt Gregor Deninger, der sich darüber freut, wie das Gebäude "in alter Schönheit" restauriert wurde. Wer im Eingangsportal des Restaurants vor der Bildervitrine stehen bleibt, schaut direkt in die Blütezeit des Bahnhofs. Weitläufig ist es 1920 auf der Eisernen Hand, mit mehreren Gleisen. Auf dem Gleis stehen Männer mit fein gezwirbelten Schnurrbärten, schwarzem Sonntagsanzug und Melone. Sie warten auf den Zug. Heute warten unter dem Vordach Raucher, die im Inneren nicht mehr ihrem Laster frönen dürfen. Die ins Freie Verbannten zünden sich auf dem Bahnsteig ihre Fluppe an. Und entweihen damit ein Territorium, das zur allgemein verbotenen Zone in Deutschland für den blauen Dunst erklärt wurde. Rauchen auf dem Bahnsteig ist hier ausdrücklich erwünscht, zeigen die Schilder auf den weißen Holzträgern an. Fahrgäste können die Raucher mit ihren Schwaden derzeit nicht belästigen. Lesen Sie morgen: Der vernachlässigte Großbahnhof Die Beiträge dieser Serie finden Sie im Internet unter www.wiesbadener-tagblatt.de/region/serie/station





19.06.2008 - Wiesbadener Tagblatt: Bei Bahn wittern Grüne Morgenluft

red. Positive Signale der Aartalbahnkonferenz schüren Hoffnungen bei den Grünen im Wiesbadener Rathaus; die Grünen wittern Morgenluft. "Endlich kommt Bewegung in das Thema", freut sich Claus-Peter Große, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Rathausfraktion. Die Intensivierung des Dialogs zwischen allen Betroffenen sei der richtige Weg (wir berichteten über die Ergebnisse der Aartalbahnkonferenz). Das Ziel der notwendigen Bestrebungen liegt  für die Grünen klar auf der Hand: "Eine Reaktivierung der Aartalbahn wird mit Hinblick auf die steigenden Spritpreise für viele Pendler immer attraktiver, darüber hinaus eröffnet sich für die anliegenden Firmen die Möglichkeit des Güterverkehrs als neuer Transportweg, der die Stadt von LKW-Fahrten entlasten kann. Die Aartalbahn könnte somit wieder eine attraktive Verbindung zwischen Stadt und Umland werden", so Claus-Peter Große. "Nicht zuletzt ist sie für den Tourismus in der Region ein Gewinn." Die Diskussion um eine Reaktivierung des vorhandenen Schienennetzes zwischen Wiesbaden und dem benachbarten Rheingau-Taunus-Kreis währt bereits seit Jahrzehnten und wurde in den vergangenen Jahren besonders intensiv weiter geführt. "Schon 2005 zeigten die Gutachten jedoch, dass erst die Schienenanbindung der Wiesbadener Innenstadt den entscheidenden Qualitätssprung für den ÖPNV bringt", erinnert Claus-Peter Große an die Wiesbadener Diskussion um den Bau einer so genannten Stadtbahn. "Das Thema Verbindung von Wiesbaden und der Region  hat nichts an Aktualität eingebüßt. Daher unterstützen wir die Forderung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes nach einer Streckenanbindung nach Wiesbaden und Mainz." Eine Anbindung der Innenstädte müsse bei den künftigen Untersuchungen mitgedacht und mitgerechnet werden. Claus-Peter Große weist weiter darauf hin, dass es in anderen Kommunen schon lange moderne Verbindungen von Stadt und Umland gibt und dass diese Kommunen mit den Ergebnissen sehr zufrieden sind, zumal sich die Technik auch weiterentwickelt hat. "Eine Elektrifizierung, auch im städtischen Bereich, ist heutzutage längst nicht mehr `Pflicht`, wie Beispiele in Kassel und Zwickau zeigen. Damit ließen sich die Investitionskosten entscheidend senken, ohne dass die Attraktivität der Verbindung leidet", führt Claus-Peter Große aus. Claus-Peter Große weiter: "Vor dem Hintergrund der Klimaschutzdebatte und dem Gebot der Luftreinhaltung werden wir Grüne beim Thema Aartalbahn weiter am Ball bleiben! Wir wollen den Prozess der Reaktivierung und Weiterentwicklung der Aartalbahn unterstützen und dazu von Seiten der Fraktion alles parlamentarisch Notwendige unternehmen."





18.06.2008 - Wiesbadener Kurier: Licht am Ende des Tunnels

Konferenz in Wiesbaden sendet positive Signale für Reaktivierung der Aartalbahn aus

WIESBADEN In die Reaktivierung der Aartal-Bahnstrecke von Wiesbaden nach Diez kommt Bewegung. Teilnehmer einer Konferenz in Wiesbaden geben sich optimistisch. In Rheinland-Pfalz wird die Wiederinbetriebnahme eines 13 Kilometer langen Abschnitts vorangetrieben.

Während am Montagabend die Stadt Wiesbaden, der Rheingau-Taunus-Kreis, die Anlieger-Kommunen, die beiden Verkehrsverbände ESWE und RTV, sowie Vertreter des Arbeitskreises Aartal und der Nassauischen Touristikbahn in Wiesbaden an einem Tisch saßen, um über die Voraussetzungen einer Wiederinbetriebnahme der 1986 stillgelegten Strecke zu sprechen, schafft das Land Rheinland-Pfalz längst Fakten. Es ist der erklärte Wille der Mainzer Landesregierung, die Strecke wieder in Betrieb zu nehmen. Weil 2013 im Diezer Bahnhof ein neues elektronisches Stellwerk in Betrieb genommen wird, das den Betrieb der Bahnstrecke im Lahntal regelt, sieht man dort die Möglichkeit, auch den 13 Kilometer langen Aartal-Abschnitt von Diez bis an die Landesgrenze bei Zollhaus ebenfalls wieder befahren zu lassen. Die Landesregierung in Mainz wird sich mit 650000 Euro an diesem Stellwerk beteiligen. "Das Land steht 100 Prozent hinter der Wiederinbetriebnahme der Aartalstrecke", sagt der Bürgermeister von Hahnstätten, Volker Satony (parteilos). 2011 wird der Betrieb der Lahntalstrecke neu ausgeschrieben. Die Beteiligten wollen alles dafür tun, dass auch der Abzweig ins Aartal in die Ausschreibung mitaufgenommen wird. Doch schon vorher sollen moderne Züge durchs Aartal rollen, nämlich für den Ausflugsverkehr am Wochenende. Das Land Rheinland-Pfalz, sehr aktiv in Sachen Reaktivierung von Bahnstrecken für den Ausflugsverkehr, beteiligt sich über einen Zweckverband mit 225000 Euro an der kurzfristigen Ausbesserung der Bahnstrecke bis zur Landesgrenze. Den gleichen Betrag müssen die Anliegerkommunen und der Arbeitskreis Aartalbahn, der als Pächter dort am Wochenende Fahrten mit der Draisine anbietet, aufbringen. "Mit dem Geld werden Brücken saniert, der Schotter ausgewechselt und die Gleisanlagen modernisiert", sagt der Vorsitzende des Arbeitskreises, Manfred Nickel. Sollte die Strecke dann freigegeben werden, könnten dort nicht nur Ausflügler am Wochenende ins Aartal fahren. Auch Güterverkehr ist dann erstmals seit 1999 wieder möglich. Das Kalkwerk Schaefer in Hahnstätten könnte seinen gesamten Abbau über die Aartalstrecke und dann über Limburg und Niedernhausen zum Zementwerk Dyckerhoff nach Amöneburg bringen. Durch Wiesbaden führen dann 10000 Lastwagen pro Jahr weniger, das entspricht 20000 Fahrten. Auch das Werk ACO in Aarbergen, das Kanaldeckel herstellt, hat angedeutet, den Transport auf die Schiene zu verlegen. Es gibt aber auch Anzeichen, dass die Aartalstrecke auf hessischem Gebiet künftig wieder befahren wird. Rheingau-Taunus-Landrat Burkhard Albers (SPD) gibt sich nach der Aartalbahn-Konferenz im Wiesbadener Rathaus optimistisch. "Die erste Gesprächsrunde hat uns zwar nur einen kleinen Schritt vorangebracht, aber immerhin." Der Kreis will jetzt von Wiesbaden die Konzession für den Betrieb der Strecke (von Wiesbaden-Ost bis Aarbergen) übernehmen. Albers: "Dann werden wir uns an den Unterhaltskosten der Strecke auch auf Wiesbadener Gebiet beteiligen." Wiesbadens Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) sagt: "Wir werden jetzt ein Wirtschaftslichkeits- und ein Verkehrs-Gutachten in Auftrag geben." Bei der nächsten Aartalbahn-Konferenz im August sollen alle Beteiligten ihre Vorschläge einbringen. Zu der Konferenz wird auch ein Vertreter des Rhein-Main-Verkehrsbundes (RMV) eingeladen. Der RMV fordert seit Jahren die Reaktivierung der Strecke mit einer Anbindung nach Wiesbaden und Mainz. Die Teilnehmer der Aartalbahn-Konferenz wollen zudem herausfinden, mit wieviel Geld sich Bund und die beiden Bundesländer an den geschätzten Kosten von 55 Millionen Euro beteiligen. Taunussteins Rathauschef Michael Hofnagel (CDU) ist zuversichtlich: "Es kommt unheimlich viel Bewegung in die Kiste. Erstmals sehe ich Licht am Ende des Tunnels."





18.06.2008 - Wiesbadener Kurier: Museumsbahn kann noch nicht fahren

Zehn defekte Weichen bis Hohenstein

joh. Wann die Nassauische Touristikbahn (NTB) mit ihren historischen Zügen die Strecke von Dotzheim bis Hohenstein wieder befahren kann, steht weiter in den Sternen. Bei einer Befahrung der Strecke bemängelte der Landesbevollmächtigte für die Eisenbahn-Aufsicht gestern zehn defekte Weichen. Deshalb hat die NTB, die die Strecke bis 2007 sonntags mit einer Dampflok und einer Diesellok befuhr, kein grünes Licht für die Wiederaufnahme der Fahrten bekommen. Wiesbadens Oberbürgermeister Helmut Müller will sich mit dem Kreis über die Finanzierung von Reparaturen im Bereich Taunusstein einigen. Doch dann wäre nur ein Betrieb der Strecke bis Hahn gewährleistet. Das hält die NTB allerdings für wirtschaftlich nicht vertretbar. Eine Reparatur der sechs Weichen in Bad Schwalbach würde 150000 Euro kosten.





17.05.2008 - Eigene Pressemeldung: Folk mit Dampf verschoben

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09.05.2008 - Wiesbadener Kurier: Folk mit Dampf verschoben

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08.05.2008 - Wiesbadener Kurier: NTB: Eisenbahn im Stile der fünfziger Jahre/ CDU Taunusstein fordert mehr Unterstützung

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22.04.2008 - Frankfurter Rundschau: Aartalbahn bald wieder unterwegs

 

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17.04.2008 - Gemeinsame Pressemeldung von ESWE und NTB: Brücke wieder passierbar

 

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07.03.2008 - FAZ: Touristikbahn bald wieder auf dem Gleis

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27.02.2008 -  Wiesbadener Kurier: Bahn soll nicht auf dem "Trockenen sitzen" 
Betriebskostenzuschuss für NTB/Morgen Aartalbahnkonferenz ohne den Rheingau-Taunus-Kreis /Brücke soll repariert werden

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26.02.2008 - Main Rheiner: Notwendige Geste - Von Mathias Gubo

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19.02.2008 - Wiesbadener Kurier: Dampf machen für die Aartalbahn

Taunussteiner Stadtverordnete appelieren an an Kreis und die Stadt Wiesbaden.

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14.02.2008 - Frankfurter Allgemeine Zeitung: Tauschgeschäft mit Hintersinn

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14.02-2008 - Wisbadener OB beruft Aartalbahnkonferrenz ein

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12.02.2008 - Wiesbadener Tageblatt: Touristikbahn bleibt auf der Strecke

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12.02.2008 - Bericht des Wiesbadener Kurier: NTB steht vor dem Konkurs

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31.12.2007 - Bericht des Wiesbadener Kurier

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26.01.2007 - Pressearchiv des Rheingau-Taunuskreises:

 

Wie geht's weiter mit der Aartalbahn?

Landeshauptstadt, Kreis und Kommunen im Gespräch
Zu einem Gipfelgespräch zum Thema "Aartalbahn" trafen sich am vergangenen Freitag aufgrund einer gemeinsamen Einladung des Landrates des Rheingau-Taunus-Kreises, Burkhard Albers, und des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Wiesbaden, Hildebrand Diehl, diese sich mit den Bürgermeistern der Aartalbahn-Anlieger aus Taunusstein, Michael Hofnagel, aus Bad Schwalbach Michael Kalhoff, aus Heidenrod Harald Schmelzeisen, Hohenstein Hans-Jürgen Finkler und aus Aarbergen Hartmut Bopp. Zudem waren Vertreter des Arbeitskreises Aartalbahn, der Nassauischen Touristikbahn, von ESWE Verkehr und der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) bei diesem Treffen anwesend, bei dem gemeinsam die Zukunft der Aartalbahn erörtert wurde.

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